Von den Anfängen des Tourismus bis zur Gegenwart

“Eis-Bad” beim Eisbrecher in Finnisch-Lappland

Winter-reise nach Rovaniemi und Kemi, 2006

 

Für diese Reise Mitte Januar haben sich VerkäuferInnen aus der ganzen Schweiz eines Versicherungskonzerns qualifiziert, die ein gewisses Umsatzziel erreicht haben. So ergibt es sich, dass die Reisegruppe rund 100 Personen umfasst. Zusammen mit den Verantwortlichen des Kunden bin ich ein Jahr vorher auf Inspektionsreise, um alle Programmpunkte mit der lokalen Agentur zu bestätigen oder allenfalls anzupassen.

Rovaniemi ist das Ziel, am Nördlichen Polarkreis, dem „Arctic Circle“. Nach der Ankunft wird der Gruppe die spezielle Winter-Ausrüstung für die nächsten Tage ausgehändigt: Overall, Socken, Stiefel, Handschuhe, Mütze, Schal. Ausgerüstet für die Kälte wagen wir die ersten Schritte nach draussen und geniessen die herrliche Sonnenuntergans-Stimmung am zugefrorenen Fluss.

„Arktische Fun-Winterspiele“
Wir fahren zum „Olympiastadion“ für das Nachmittagsprogramm. An verschiedenen Stationen kämpfen Teams um das beste Resultat.

Wer ist der Schnellste auf dem Formel-1 Kurs auf Schnee?

Obwohl Nachmittag, ist das Wettkampfgelände mit Scheinwerfern beleuchtet, da im Januar die Dämmerung bereits um ca. 15.00 Uhr einsetzt.

Nach dem Spass sitzen wir noch gemütlich um ein offenes Feuer um uns nach den -25° Kälte aufzuwärmen.

Aufwärmen nach “Wettkampf” bei -25°

Zum Dinner sind wir in einer Rentierfarm, eine halbe Stunde nördlich von Rovaniemi. Willkommens-Zeremonie im Freien beim Lagerfeuer bei frostigen -35° Celsius!

Spektakuläre Fahrt mit dem Eisbrecher Sampo
In Kemi am Bottnischen Meerbusen (1 3/4 Std. von Rovaniemi) starten wir ein seltenes Abenteuer. Ein Eisbrecher erwartet uns für eine Fahrt hinaus in die Eiswüste.
Dann, das Schiff hält an für ein grosses Spektakel: wer will, kann sich speziell wasserfeste Anzüge überziehen, über die Treppe aussteigen auf die Eiswüste und – in der noch offenen Fahrrinne ein Bad nehmen. Unglaublich, aber wahr und ein Riesengaudi für die Mutigsten.

Ungewöhnlicher Anblick eines Schiffs – scheint wie festgefahren im Eis

Nachtessen in einem Iglu
Für einen “kalten Abend” sind wir eingekleidet in die Safari-Ausrüstung und das Snowland-Iglu Restaurant ist unser Ziel.
Die Temperatur im Innern liegt bei 0°C. Die Tische und Stühle, alles ist aus Eis, aber die Stühle sind mit warmen Fellen bedeckt, sodass niemand festgefroren wird. Ein spezielles Erlebnis für Alle.

Motor- und Hundeschlittenfahrten
Einmalige und spezielle Ereignisse erwarten uns an einem bitterkalten Tag. Aufgrund der Gruppengrösse wird das Programm aufgeteilt. Entweder zuerst Motorschlitten und am Nachmittag Hundeschlittenfahrt resp. umgekehrt. Selbstverständlich ist die ganze Gruppe wieder eingekleidet in die Safari-Ausrüstung und wir sind im Nachhinein sehr dankbar, sind wir so gut ausgerüstet aufgrund der Kälte.

Ich starte mit der Gruppe Motorschlittenfahrt 
Wir sind zu zweit auf dem Schlitten, ausgerüstet mit Helm, und starten direkt vor dem Hotel. Ich bin froh, dass die Handgriffe beheizt sind, was ein angenehmeres Steuern und Gas geben erlaubt.

Es ist ein tolles Gefühl, mit zügiger Geschwindigkeit durch die verschneite Landschaft zu fahren, über Seen und Flüsse frische Spuren zu ziehen. Unterwegs wechseln wir vom Fahrer- zum Sozius-Sitz und umgekehrt, damit jeder dieses herrliche Gefühl ausleben kann. Nach rund einer Stunde erreichen wir die Husky-Farm und können uns, trotz Safari-Ausrüstung, in einer gemütlichen Holzhütte aufwärmen und das Mittagessen mit Rentierfleisch geniessen.

Wir testen schon mal die Motorschlitten bei der Inspektionsreise im Vorjahr

Hundeschlittenfahrt mit Teams von 5-6 Huskies
Wir sind auch hier zu zweit pro Schlitten. Eine Person sitzt im Schlitten und der «Fahrer» steht hinten auf den Kufen und lenkt das Team.

Eine einzigartige, 2-stündige Fahrt durch die lichten Wälder am Polarkreis und nur das Gekläff der Hunde ist zu hören, sonst hört man nichts, wir sind im Nirgendwo, kein Haus, keine Siedlung, nichts, nur wir und die einsame Landschaft.

Unterwegs schalten wir 1 – 2 Halte ein, da trotz doppelten Handschuhen (die Dicken von der Ausrüstung und darunter meine Skihandschuhe!) wir wegen der Kälte von rund -25° kalte Hände spüren. Auch können wir die Positionen von Fahrer und Passagier wechseln.

Es war ein einmaliges, spektakuläres Erlebnis, aber alle sind froh, als wir wieder im geheizten Bus Platz nehmen können. Auf der Rückfahrt zum Hotel schalten wir noch einen Halt ein im «Santa Claus Village» direkt am Polarkreis.

Abschieds-Gala Dinner im Santa Claus Village
Mit dem Bus erreichen wir am Abend das Village und treten ein in das schön beleuchtete Gourmet-Restaurant «Santamus». Es ist eine einmalige Atmosphäre im Innern dieser rustikalen, schummrigen Hütte, die von einem kleinen Teich und fliessenden Bach umgeben ist. Der Besitzer, Matti Korva, unterhält uns bestens mit speziellen musikalischen Darbietungen. Beim Verlassen des Restaurants für die Rückreise ins Hotel zeigt das Thermometer wieder -35° Celsius an!!

Eine einmalige und unvergessliche Reise geht für alle Teilnehmer zu Ende, trotz arktischen Temperaturen.

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