Von den Anfängen des Tourismus bis zur Gegenwart

Guatemala – Sonntagsmarkt in Chichicastenango

Guatemala City – Chichicastenango – Atitlan See – Antigua – Tikal,   1975

 

 

Guatemala
Im Oktober 1975 sind meine Frau Susanne und ich auf einer Zentralamerika-Reise, wobei wir neben dem Hauptziel Guatemala auch Mexico City, Yucatan und Acapulco besuchen.

Von der Hauptstadt Guatemala City ist es eine interessante, abwechslungsreiche Fahrt durch hügelige Landschaft nach Chichicastenango.

Der farbenprächtigste Sonntagsmarkt
Wir sind auf 2051 m.ü.M. und beziehen unser Zimmer im wunderschönen Hotel Mayan Inn im Kolonialstil, dem Besten im Ort. Es ist abends recht kühl, sodass wir dank einem Cheminée im Zimmer es uns bei einem knisternden Feuer gemütlich machen können.

Ganz besonders farbenprächtig und spannend ist der berühmte Sonntagsmarkt, der als der Schönste in Zentralamerika gilt.

Auf unserem Weg zum Markt sehen wir Männer und Frauen in ihren traditionellen Kleidern,  die teils schwere Lasten auf ihren Köpfen und Rücken tragen, das sie zum Verkauf anbieten.

Der kleine Ort verwandelt sich in einen riesigen Markt. Händler aus der gesamten Umgebung reisen meist schon am Vorabend an.

Links und rechts der Strasse, die zur Kirche Santo Tomas führt, reiht sich ein Stand an den andern und es ist ein Gedränge, ein Kommen und Gehen. Es ist eine Farbengewalt, die sich uns bietet.

 

Wir finden einen Weg die 18 Treppenstufen zur Kirche hinauf, wo die Händlerinnen Blumen ausgebreitet haben, gehen hinein und lauschen andächtig, wie die Gläubigen hingebungsvoll die Rituale zelebrieren. Es ist eindrücklich und ein Kontrast zum Leben im Markt, der sich vor den Kirchentoren abspielt.

 

Lake Atitlan
Der See, auf rund 1560 m.ü.M., ist ca. 18 km lang von Ost nach West und liegt in einem Krater, der durch die Explosion des grossen Vulkans Atitlan (3535m.ü.M.) entstand.

Das Hotel Atitlan ist herrlich am Ufer des Sees gelegen und vom blumenreichen Garten haben wir einen freien Blick über den See zum Vulkan.

Die Anwohner des Sees sind mehrheitlich Maya, die in Dörfern rund um den See leben. Die Dörfer tragen die Namen der 12 Apostel. Wir benützen die Gelegenheit für eine ausgiebige Bootsfahrt, steigen in Santiago de Atitlan aus und besuchen dieses Indianerdorf.

Stolzes junges Maya-Girl

Was auffällt, sind vor allem die wunderschönen farbigen Trachten, die so ein bunt und fröhliches Erscheinungsbild vermitteln. Maya-Frauen fertigen kunstvolle Webarbeiten mit wunderschönen Stickereien an.

Markt im Dorf Santiago de Atitlan am See

Antigua de Guatemala
Auf der Fahrt zurück nach Guatemala City bleiben wir noch einen Tag in der alten Hauptstadt mit dem Namen “Antigua de Guatemala”. Das Hotel Antigua ist wunderbar gelegen mit einem Schwimmbad und einem prächtigen Blumengarten. Plötzlich entdecken wir tatsächlich den Ausbruch des Vulkans Agua mit einer riesigen Rauchsäule. Es bestehe jedoch keine Gefahr für unsere Gegend, wird uns versichert.

Der Vulkanausbruch vom Garten des Hotels Cortijo de la Flores, Antigua

Auch in dieser Stadt besticht der “Zocalo” mit dem Garten, den Brunnen und der Kirche.

Der Hauptplatz – Zocalo – von Antigua.

Tikal
Nach einer Stunde Flug von Guatemala City landen wir auf einer Naturpiste.

Tikal ist eine antike Stadt der Maya in den Regenwäldern des Petén im nördlichen Guatemala mit bemerkenswerten Stufentempeln. Sie war eine der bedeutendsten Städte der klassischen Maya-Periode (3. bis 9. Jahrhundert) und ist eine der am besten erforschten Maya-Städte.

Tikal erstreckt sich über ein Gebiet von etwa 65 qkm und es sind tausende von Gebäuden in Aussenbereichen, die noch nicht ausgegraben und erforscht worden sind.

Das Zentrum Tikals bildet der sogenannte Große Platz und die beiden flankierenden Tempel I und II gehören mit ihren Höhen von 47 m und 40 m zu den höchsten Stufentempeln Mittelamerikas. Am Grossen Platz staunen wir über die Grösse der Nord Akropolis, dem “Himmel”, mit weiteren Stufenpyramiden.

Tempel II

Wir sind tief beeindruckt vom Ausmass der Tempelanlagen, erklimmen die fast endlosen Stufen zum Tempel II und vor allem die 100 Stufen zum Tempel I. Von oben bietet sich uns ein unglaublicher Anblick: Rundum ein dichter Regenwald und überall ragen die Spitzen vieler weiterer Stufentempel heraus. Die Stufen hinuntersteigen ist noch fast anspruchsvoller als das Aufsteigen, da höchste Vorsicht geboten ist. Ein Sturz durch Verfehlen eines Tritts könnte fatale Folgen haben.

Nord-Akropolis

Tempel II

Mit gewaltigen Eindrücken von einem faszinierenden Tag fliegen wir am Spätnachmittag wieder zurück nach Guatemala City.

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