Von den Anfängen des Tourismus bis zur Gegenwart

Mexico – von Teotihuacan bis Uxmal in Yucatan

 

Mexico City – Taxco – Acapulco – Yucatan

 

Mit verschiedenen Gruppen, Erkundungs- und Privatreisen besuche ich zwischen 1966 und 2000 mehrere Male dieses faszinierende Land.

Mexico City
Wir unternehmen eine ausgedehnte Stadtrundfahrt in der Stadt, die in einem 2200 m hoch gelegenen Talkessel liegt, wo sich einst die Aztekenhauptstadt Tenochtitlan befand. Auf ihren Ruinen erbauten die Spanier in dem für die Kolonialzeit typischen rechtwinklig angelegten Grundriss ihre neue Hauptstadt.

Wir sind im Chapultepec-Park mit seinem idyllischen See umfasst eine Grünfläche von vier Quadratkilometern und ist die „grüne Lunge“ der Hauptstadt, fahren vorbei an der Universität und sehen im historischen Zentrum die monumentale Kathedrale am Zocalo-Platz, den Palacio Municipal und den Palacio Nacional mit den berühmten Wandmalereien von Diego Rivera.

Anthropologisches Museum
Höhepunkt der Rundfahrt ist die Besichtigung des Nationalmuseums für Anthropologie im Chapultepec Park, eröffnet im Jahre 1964, wo die ganze Geschichte Mexikos hautnah verfolgt werden kann. Für den Weiterverlauf unserer Reise ist dieser Besuch die beste Einführung in die Kultur des Landes und wir sind tief beeindruckt.

Am Abend sind wir an der Plaza Garibaldi, wo sich jeden Abend unzählige von um die Wette musizierenden Mariachi-Gruppen versammeln. Ein wahres Spektakel.

Teotihuacan
Der Name Teotihuacan bedeutet in der altertümlichen Nahuatl-Sprache “der Ort, wo der Mensch zu Gott wird”. Schon die Azteken kannten Teotihuacan nur als Ruinen einer von mächtigen Sonnen- und Mondpyramiden überragten Priesterstadt, die ihre Blütezeit von Christi Geburt bis ins 8. Jahrhundert erlebte.

Die Anlage ist einfach atemberaubend. Die kilometerlange Hauptstrasse mit der Unzahl kleiner Tempel an ihrer Seite muss früher in ihrer Pracht einen einzigartigen Anblick geboten haben.

Die Sonnenpyramide ist mit 75 m Höhe das größte Gebäude und Prunkstück in Teotihuacan und eines der größten in Mesoamerika. Mit einer Grundfläche von 220 m auf 220m ist sie die drittgrösste Pyramide der Welt, nach der Pyramide von Cholula in Mexiko und der ägyptischen Cheops-Pyramide.

Wir erklimmen über unzählige steile, schweisstreibende Treppen über fünf mächtige Stufen bis hinauf zur obersten Plattform der Sonnenpyramide, wo wir staunend feststellen, wie riesig diese Struktur ist. Zudem erleben wir eine fantastische Aussicht auf die ganze Anlage von Teotihuacan. Wir fühlen auch die Höhe von 2300 m.ü.M., auf der wir uns befinden und atmen schwer als wir oben ankommen.

Die Mondpyramide liegt am nördlichen Ende der “Strasse der Toten”. Bei einer Grundfläche von 120 m auf 150 m erreicht sie eine Höhe von 46m, ist damit etwas kleiner als die Sonnenpyramide, aber dank dem attraktiven Stufenbau ästhetisch ansprechender.

Ausflug zum Vulkan Popocatepetl
Anlässlich einer beruflichen Einzelreise führt mich der Weg über die Universitätsstadt Cuernavaca nach Cautla, bekannt für seine reiche mexikanische Kriegsgeschichte. Es trifft sich gut, denn es findet eine karnevalsähnliche Prozession statt.

 

Cuautla, Prozession

Die Vulkane Iztaxihuatl (links) und Popocatepetl

Schon von weitem sehe ich die beiden bekannten Vulkane von Iztaxihuatl und Popocatepetl. In Tlamacas bin ich am Fuss des Popocatepetl, wo wir bis weit hinauf zur Baumgrenze fahren können und einen herrlichen Blick auf den Berg haben.

Taxco
Die Stadt mit seinen engen verwinkelten Gassen liegt ähnlich wie eine italienische Stadt in einem malerischen Bergland. Von der Terrasse des Hotels, einer Posada, geniessen wir einen phantastischen Blick über diese herrlich angelegte Stadt.

Hauptwirtschaftszweige der Stadt sind Verarbeitung, Handel und Export von Silber und Tourismus. Im 18. Jahrhundert verdiente Don José de la Borda mit dem Silber Taxcos ein großes Vermögen und dankte es der Stadt mit dem Bau der Kirche Santa Prisca, die aufgrund ihrer Architektur im Stil des Kolonial Barock eine der bekanntesten Kirchen Amerikas ist.

Acapulco
Der Badeort an der mexikanischen Pazifikküste liegt in einer großen Bucht, die von Hochhäusern und den Bergen der Sierra Madre del Sur gesäumt wird. Bekannt geworden durch das Jet-Set in den 1950er und 1960er Jahren, ist es bekannt für sein energiegeladenes Nachtleben, seine Strände und sein Golf. Von der legendären Klippe La Quebrada aus tauchen professionelle Taucher jeden Tag und jede Nacht 40 m in eine kleine Bucht

Ueber Merida erreichen wir die bedeutendsten Maya-Ruinenstätte auf der mexikanischen Halbinsel Yucatan.

Chichen Itza 

Tempel des Kukulcan (Maya)
Wir stehen staunend vor der dominierenden, quadratischen Stufenpyramide dieses  Tempels oder für die Tolteken Tempel des Quetzalcoatl.
Sie wurde für astronomische Zwecke gebaut. Während des Frühlingsäquinoktiums (20. März) und des Herbstäquinoktiums (21. September) gegen 15 Uhr taucht das Sonnenlicht die westliche Balustrade der Haupttreppe der Pyramide ein. Dies führt dazu, dass sich 7 gleichschenklige Dreiecke bilden, die den Körper einer etwa 37 m langen Schlange imitieren, die nach unten kriecht, bis sie sich mit dem in Stein gemeißelten Kopf der riesigen Schlange am unteren Ende der Treppe verbindet.

Der Ballspielplatz
Die Mayas waren großartige Sportler und bauten riesige Ballplätze, um alle ihre Spiele zu spielen. Der Große Ballplatz von Chichen Itza ist 69m breit und insgesamt 166 m lang. Es hat kein Gewölbe, keine Diskontinuität zwischen den Wänden und ist völlig offen für den blauen Himmel.

Kriegstempel oder Tempel der Tausend Säulen
Wir stehen vor einem der beeindruckendsten und wichtigsten Bauwerke in Chichen Itza. Es könnte das einzige bekannte spätklassische Maya-Gebäude sein, das gross genug für die wirklich grossen Versammlungen ist. Der Tempel besteht aus vier Plattformen, die an der Süd- und Westseite von 200 runden und quadratischen Säulen flankiert werden. Alle quadratischen Säulen sind mit Toltekenkriegern in Flachrelief geschnitzt.

El Caracol (Observatorium)
Dieser Turm steht hoch auf einer viereckigen, aber nicht ganz quadratischen Plattform und bietet einen hervorragenden freien Blick auf den Himmel und die umliegende Landschaft. Insbesondere scheint es sorgfältig auf die Bewegungen der Venus ausgerichtet zu sein.

Uxmal

Nach einer Fahrt über Merida erreichen wir diese gewaltige Ruinenstätte der klassischen Maya Kultur, die noch am Reinsten erhalten geblieben ist.

Pyramide des Zauberers
Die sonderliche Form mit dem ovalen Grundriss und den runden Seiten sowie der enormen Höhe von 35 m bot einst drei Tempeln Platz, was einzigartig ist in der Architektur der Maya.

Ich benutze die Gelegenheit, die 118 Stufen bis zur Spitze zu erklimmen, von wo sich mir ein wunderbarer Überblick über einen Grossteil der Anlage bietet. Vorsichtig setzte ich beim Hinuntergehen einen Fuss vor den andern auf den unterschiedlich grossen Stufen.

Das Nonnenkloster-Viereck
Es besteht aus vier Palästen auf verschiedenen Ebenen, die einen Innenhof umgeben. Viele Figuren an den Wänden sind fein ausgearbeitet und mit wunderschönen Mosaiken versehen. Der Name für Nonnen wurde im 16. Jh. vergeben, weil das Gebäude einem Kloster ähnelte.

Am Abend lassen wir uns faszinieren von der nächtlichen Ton- und Lichtshow “Son et Lumière” , wo die raffinierte Geometrie der Gebäude in verschiedenen Farben angestrahlt werden.

Gouverneurspalast
ein langes, niedriges und sehr eindrückliches Gebäude auf einer riesigen Plattform mit den längsten Fassaden im präkolumbianischen Mesoamerika.

Von diesem erhöht liegenden Palast haben wir einen schönen Blick über die Maya-Ruinen, wobei der Pyramide des Zauberers von hier sehr gut zur Geltung kommt, da diese aufgrund ihrer enormen Grösse alle anderen Bauten überragt.

Playa del Carmen
Auf einer Privatreise 2000 nach Cancun sind meine Frau Susanne und ich eine Woche  am Meer.

Da wir Chichen Itza und Uxmal bereits kennen, begnügen wir uns, mit einem Mietauto die Umgebung zu erkunden. Nebst dem Besuch der Ruinen von Tulum an der Küste fasziniert uns ein Naturwunder, das es nur in dieser Gegen gibt.

Die Cenoten
In der Nähe der Ruinen befindet sich der Parque Nacional Tulum, ein Küstengebiet mit Mangroven und Cenoten. Diese sind süsswasserhaltige Höhlen, von denen es in dieser Gegend unzählige gibt. Sie entstehen, wenn die Decken von Kalksteinhöhlen einstürzen und sich mit Regen- oder Grundwasser füllen. Diese Kalksteinbecken der «Cenotes» im Dschungel sind die einzigen Frischwasserquellen auf der Halbinsel Yucatán und eine spezielle Attraktion.

Wir steigen hinunter und sind in einem ersten kleineren Becken. Das Nächste ist nur durch einen schmalen und niedrigen Durchgang erreichbar. Für diese kurze Passage müssen wir kurz untertauchen und beim Auftauchen finden wir uns in einem fabelhaften grossen Becken. Wir sind überwältigt.


Das Wasser ist hier noch blauer und klarer als der Ozean selbst und schimmert in unzähligen Facetten von Blau- und Grüntönen – ein einmaliges Erlebnis darin zu schwimmen!

 

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *