Von den Anfängen des Tourismus bis zur Gegenwart

Java – Borobudur, Geysire und Vulkane

Yogakarta, Borobudur, Dieng Plateau, Bromo Vulkan ,  1965, 1966, 1974, 1994

 

Grosse Java-Rundreise
Nachdem ich als Reiseleiter in den 60er Jahren mehrmals Java bereiste, reisen Susanne und ich 1974 wieder nach Indonesien, um die Insel Pulau Putri von Jakarta aus und weitere Sehenswürdigkeiten in Java und Bali zu besuchen.

Dann, wir sind im Jahr 1994 und planen eine ausgedehnte Reise nach Indonesien mit Familie und Anhang, total 10 Personen. Ich fühle mich fast zurückversetzt in meine Zeit, als ich als Reiseleiter Gruppen weltweit begleitete.

Yogyakarta 
Dank einer neuen direkten Charter-Verbindung mit Balair nach Bali benützen wir diese Variante und fliegen nach Ankunft gleich weiter mit Garuda nach Yogyakarta.

Während dem Einkaufsbummel am nächsten Morgen realisieren wir, dass wir in einer anderen Welt angekommen sind. Beim regen, lokalen Verkehr suchen wir vergebens nach Autos, da jedes andere Verkehrsmittel dominiert!

Hauptstrasse in Yogyakarta

Wir stärken uns mit einem feinen zMittag mit Saté-Spiessli, Reis und Lemon Juice für sage und schreibe CHF 2.40 pro Person!

Am Abend sind wir im Hotel fasziniert von den klassischen Tanzvorführungen.

Borobudur 
Um den Touristenstrom zu umgehen, fahren wir sehr frühzeitig los und sind nach 40 km rechtzeitig an unserem Ziel.

Es ist der grösste buddhistische Mahayana-Tempel der Welt. Er  besteht aus neun gestapelten Plattformen, sechs quadratischen und drei kreisförmigen, die von einer zentralen Kuppel gekrönt werden. Es wird geschätzt, dass der Bau im Jahr 825 rund 75 Jahre gedauert hat.

Die Tempelanlage stellt ein grosses Mandala dar und die 5 km langen Relieftafeln zeigen das Universum der weltlichen spirituellen und himmlischen Sphären. Wir erklimmen Stufe um Stufe, bis wir oben bei den Stupas – glockenähnliche Kultstätten – ankommen. Auf den höheren Ebenen stehen 72 kleinere, glockenförmige Stupas und mehr als 400 Buddhas, alle im Lotussitz.

Ein Ausschnitt aus den handgemeisselten Reliefs.

Wir stehen ehrfürchtig vor diesem Monument, einem Modell des Kosmos in drei Ebenen, und sind tief beeindruckt.

 

Anlässlich von Gruppenreisen und einer früheren Privatreise besuchen wir eine weitere imposante Tempelanlage.

Prambanan Tempel
Es ist die grösste hinduistische Tempelanlage Indonesiens und einer der grössten hinduistischen Tempel in Südostasien, rund 18 km von Yogyakarta und errichtet um das Jahr 850. Es ist ein Komplex aus mehr als 200 Tempeln und Schreinen, von denen acht restauriert wurden.

Charakteristisch ist die hohe und spitze Bauform, die typisch für hinduistische Tempel ist, sowie die strenge Anordnung zahlreicher Einzeltempel um das höchste und grösste Bauwerk, der Shiva Tempel, 47m hoch und 34 m breit, der alle anderen überragt. Man könnte einen ganzen Tag an diesem Ort verbringen, um der Geschichte dieser einzigartigen Tempel nachzugehen.

 

 

Dieng-Plateau
Ausgangspunkt für den Besuch unserer Familien-Gruppe auf dieser Hochebene ist die Stadt Wonosobo am Fuss des 3235 m hohen Sundoro, ca. 95 km von Yogyakarta entfernt.

Die Dieng-Hochebene, rund 25 km von Wonosobo, liegt auf einer Höhe von 2000 m.ü.M. Sie ist bei einer Länge von rund 14 km und einer Breite von etwa 6 km in Ost-West-Richtung orientiert.

Wir fühlen uns in einer anderen, fremden Welt, fast wie auf einem andern Stern. In verschiedenen Kratern tritt Dampf aus dem Boden und bilden teils kleine Geysire, eine totale Faszination. Es finden sich auch heisse Quellen, Fumarolen, Solfataren (sind 100 °C bis zu 250 °C heiße postvulkanische Ausströmungen von Gasen, die hauptsächlich Schwefelwasserstoff, Kohlenstoffdioxid und Wasserdampf enthalten), sowie Schlammtöpfe (sind heisse Quellen, die sich in geothermal aktiven Gebieten bei schwachem Grundwasserzufluss bildet).

Wir sind fasziniert von dieser unwirtlichen Gegend. Es kocht und brodelt überall und manchmal ist es fast unheimlich auf diesen dampfenden Hängen mit ihren Geysiren. Einmal stochern wir in der Erde herum bis wir erschrecken durch das heftige Gebläse – und auch der Geruch ist dementsprechend schweflig.

 

Bromo Vulkan
Auf der langen Fahrt zum Bromo Vulkan übernachten wir in Solo. Am Morgen geht die Reise weiter und wir fahren und fahren über eine kurvenreiche Strecke bergaufwärts, vorbei an endlosen Kohlplantagen auf den äusserst steilen Terrassen.

Dann endlich, wir sind in Tosari, am Fuss des Bromo-Vulkans, angekommen.
Die Unterkunft ist im wunderschön gelegenen Bromo-Cottage mit einer herrlichen Aussicht.

Sonnenaufgang am Mt. Penanjakan (2775 m.ü.M.)
Wir werden um 03.30 Uhr geweckt, ziehen unsere warmen Kleider an, inklusive Handschuhe, denn es ist bitterkalt.

In einem 4WD-Jeep werden wir wachgerüttelt und zu einer Krete gefahren, von wo wir – und all die vielen Gäste vom Hotel – gespannt dem Sonnenaufgang entgegen fiebern.

Dann, am Horizon und dem Mt. Penanjakan beginnt das Farbenschauspiel, bis sich die Sonne langsam über dem Horizont erhebt.

Der aktive Mt. Penanjakan und unten links ist der Bromo zu erkennen, ebenfalls mit leichtem Rauch.

Ein Aaah und Oooh geht durch die Zuschauer und wir können nun auch die Konturen des näher gelegenen Bromo deutlich erkennen.

Neben-Vulkan vom Bromo in der Kaldera

Besteigung des Bromo-Kraters 
Dann geht die Fahrt hinunter in die Ebene und überqueren die weite Kaldera Richtung Bromo. Wir verlassen unsere Jeeps und auf Pferderücken reiten wir hinauf bis an den Fuss des Kraters.

Von dort führt eine grosse Treppe bis an den Kraterrand hinauf und wir stehen da, sind fasziniert von der Landschaft, schauen hinunter in den Schlund mit dem Fauchen, Zischen und kleinen Flammen im Krater.


Wir sind uns schlagartig bewusst, dass dieser Vulkan noch aktiv ist und hoffen nur, dass kein Ausbruch stattfindet solange wir in dieser “mondähnlichen” Gegend sind.

Mein Schwager Harry und ich umgehen den ganzen Kraterrand an der Krete, sehr eindrücklich. Verena muss wegen Übelkeit vom Schwefelgeruch wieder umkehren.

 

Der weisse Tiger im Zoo von Surabaja
Auf unserem Weg zum Flugplatz für die Weiterreise nach Lombok haben wir Zeit, im Zoo den seltenen weissen Tiger zu sehen – leider nur in seinem Gehege.

Mit dem Abflug gehen eindrückliche Tage auf Java zu Ende, die uns phantastische Erlebnisse beschert haben.

 

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