Von den Anfängen des Tourismus bis zur Gegenwart

Starflyer – Segeltörn im Mittelmeer

Einzigartiges Erlebnis von Cannes nach Malaga, 1993

 

Wir sind angetan von Reisen auf dem Meer und Susanne und ich wählen für Oktober 1993 eine Kreuzfahrt mit einem Viermaster-Segelschiff, während die Boys bei der Schwiegermutter gut aufgehoben sind.

Anreise nach Cannes
Nach einem Direktflug nach Nizza fahren wir gleich weiter mit einem Mietauto nach Eze und wohnen im erhöht gelegenen Hotel Les Terrasses d’Eze mit herrlicher Sicht aufs Meer. Wir kennen den Ort von unseren Reisen an den Formel-1 Grand Prix von Monaco, allerdings ist unser damaliges Hotel Lou Casteux durch dieses neue Hotel ersetzt worden. Wir geniessen bei sommerlicher Wärme diesen wunderschönen Ort und fahren rechtzeitig nach Cannes zum Einschiffen.

Hotel Les Terrasses d’Eze

Star Flyer
Die Segeljacht gehört zur Reederei “Clipper Cruises”, ist in der Klasse “4-Mast Schoner (Barquentine)”, 112 m lang und 15 m breit und hat 2’298 BRT. Insgesamt sind 16 Segel mit einer Gesamtfläche von 3365 m2 und die Masthöhe ist 68 m!
Das Fassungsvermögen ist für max. 170 Passagiere und 70 Besatzungsmitglieder.Auf unserer Reise sind wir nur ca. 90 Personen.

Die Kabinen sind geräumig und mit allem Komfort ausgestattet. Obwohl relativ klein, verfügt der Starflyer über zwei Schwimmbäder, eine Tropical Bar im Freien und die Piano Bar, sowie der feine Clipper Dining Room. In der Edwardian-style Bibliothek gibt es zudem ein Cheminée. Es ist viel Platz im Freien, sodass man sich an Bord nie beengt fühlt. Es bestehen keine Einschränkungen in Bezug auf Kleidung und Essen, sodass man sich befreit fühlt, während die salzige Meeresbrise durch die Haare strömt.

Das Segeln auf der Star Flyer ist wie eine Zeitreise in eine goldene Ära, in der Klipperschiffe die Wellen beherrschten.

Relaxen im “Netz”
Eine grosse Attraktion sind die grossen Netze am Bugspriet, wo wir uns immer wieder einfach hinlegen und fast schwebend in der Luft die Nähe des Wassers intensiv spüren. Wir sehen auch vom Netz aus, wie sich die Spitze des Schiffes durch das Wasser pflügt.

Einfach an Deck zu stehen und zu beobachten, wie das Schiff aus dem Hafen fährt oder weit draussen im Meer die Unendlichkeit zu spüren, sind Tag für Tag die beliebtesten und romantischsten Aktivitäten an Bord.

Der vorgesehene erste Stop in Menorca kann nicht angelaufen werden. Der Kapitän hat gemeldet: „der Wind kommt immer von vorne“ , sodass wir im Gegenwind zuviel Zeit verlieren und direkt Mallorca anlaufen.

Arbeit in schwindelerregender Höhe

Palma de Mallorca
Wir legen im Hafen in der Nähe der Altstadt an und können zu Fuss das Zentrum erreichen.

Mit unseren Tischnachbarn auf dem Schiff machen wir uns auf zu einem Spaziergang.
Auf dem Weg haben wir eine wunderbare Sicht auf die Kathedrale Basilica Santa Maria, das dominierende Monument.

Bald haben wir aber genug und machen es uns in einem Strassencafé an einem belebten Platz bei einem Drink gemütlich und beobachten das geschäftige Leben.

Leben an Bord
Wir verbringen viel Zeit an Bord, ohne den Matrosen im Weg zu stehen. Wir können sie bei ihrer täglichen Arbeit beobachten. Das Entfalten der Segel ist ein Höhepunkt eines jeden Tages und wir Passagiere können der Crew beim Hissen der Segel mithelfen wie ein echter Matrose.

Mithilfe beim Hissen der Segel

Die Segel müssen von Zeit zu Zeit geflickt werden

Ibiza
ist der nächste Stopp und der Star Flyer dockt am Hafen direkt neben der Altstadt. Erneut ziehen wir zusammen los, schlendern durch die engen Gassen dieser stimmungsvollen Altstadt und geniessen unter einem schattigen Baum eines Strassencafés einen Drink. Es ist Herbst, die Hochsaison ist vorbei und somit sind wir einige der wenigen Touristen in dieser Stadt.

In der Altstadt von Ibiza

Malaga
unser Ziel, erreichen wir an einem frühen Morgen. .
Wir verabschieden uns von an Bord gewonnen Freunden, die noch weiterreisen.
Das Segelschiff fährt weiter nach den Kanarischen Inseln und über den Atlantik in die Karibik, wo Kreuzfahrten während der Wintersaison angeboten werden.

Granada
Mit einem Mietauto erreichen wir nach einer interessanten Fahrt dem Meer entlang und einen Pass hinauf Granada.
Die Stadt ist bekannt für grossartige Beispiele mittelalterlicher Architektur aus der maurischen Besatzung, insbesondere die Alhambra. Dieser weitläufige Festungskomplex auf einem Hügel umfasst königliche Paläste, ruhige Innenhöfe und reflektierende Pools aus der Nasriden Dynastie sowie die Brunnen und Obstgärten der Generalife-Gärten.

Alhambra, Granada

Wir wandern hinüber in die Altstadt von Granada, Albaicin, mit der herrlichen Aussicht auf die Alhambra und im Hintergrund die Berge der Sierra Nevada.

Antequera
erreichen wir auf dem Weg zurück an die Küste. Wir fahren durch die reizvolle alte Stadt, die mit seiner jahrhundertealten maurischen Festung beeindruckt.
Aber durch eine grosse Baustelle finden wir den Weg aus der Altstadt nicht mehr hinaus und wenn wir glauben, es geschafft zu haben, kommen wir immer wieder an den gleichen Ort zurück. Mit meinen bescheidenen Spanisch-Kenntnissen kann ich das Problem fragend lösen.

Wir lassen Malaga links liegen und erreichen in Torremolinos das Meer. Dieser Ort ist ein bekanntes Touristen-Mekka, aber was wir bei der Durchfahrt an Hochhäusern und schrecklichen Hotelbauten zu sehen bekommen, ist der absolute Horror. Wir fragen uns, was hier – ausser dem Strand – ein Feriengefühl aufkommen lassen soll.
Aber ich weiss, dass wir durch unsere vielen Reisen an viele schöne Orte in der Welt sehr verwöhnt sind.

Mijas
Für die letzten 2 Tage habe ich bewusst keinen Hotelkomplex am Strand gebucht. Unsere Wahl fiel auf ein wunderschönes 4* Golf Hotel, nur 30 Minuten vom Flughafen Malaga entfernt.
Wir spielen weder Golf noch proben wir den Abschlag auf der Driving Range, sondern geniessen die landschaftliche Schönheit und die Ruhe, die dieses Resort ausstrahlt.

 

 

 

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